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Hallo von justETF,

diese Woche erwarten dich wieder spannende Themen.

  1. Alle Jahre wieder? Das steckt hinter der Weihnachtsrally 
  2. So profitierst du vom neuen Altersvorsorgedepot
  3. Besser als Aktien? Diese Anleihen-ETFs sind einen Blick wert 

Viel Freude beim Lesen
Tobias und dein justETF-Team.

just facts & Figures

 

Bringt der Weihnachtsmann auch an der Börse Geschenke?

Saisonalitäten sind an der Börse ein Dauerbrenner. Viele Anleger versuchen, Muster im Kalender zu finden, um den Markt zu schlagen. Während der Sommer oft als flau gilt, richtet sich der Blick voller Hoffnung auf den Dezember.

Doch ein Kalenderblatt allein macht noch keine Rendite. Deshalb schauen wir uns heute eines der wohl bekanntesten saisonalen Muster genauer an: Hält die berühmte Weihnachtsralley einem Faktencheck stand?

Ein Blick in die Daten: DAX und S&P 500 in Feierlaune
Die Statistik zeigt eindeutig: Historisch betrachtet gehört der Dezember zu den stärksten Monaten des Börsenjahres – sowohl in Deutschland als auch in den USA.

Der DAX als Geschenke-Lieferant: Historische Daten belegen, dass der Dezember seit 1988 in rund 75 Prozent der Fälle positiv verlief. Mit einer Durchschnittsrendite von über 2 Prozent etabliert er sich damit – direkt nach dem April – als zweitbester Börsenmonat des Jahres. Besonders vielversprechend ist die Phase der sogenannten Jahresendrallye: Allein im Zeitraum vom 20. Dezember bis zum 5. Januar legte der DAX im Schnitt um beachtliche 2,5 Prozent zu.

S&P 500 mit hoher Trefferquote: Auch in den USA ist das Muster stark ausgeprägt. Der marktbreite S&P 500 beendete den Dezember in der Vergangenheit in etwa 74 % der Fälle im Plus. Die durchschnittliche Performance lag hier im Dezember seit 1900 bei ca. 1,4 Prozent. Auch beim US-Leitindex zeigt sich die Outperformance in der zweiten Dezemberhälfte noch deutlicher. 

Warum steigen die Kurse zum Fest?
Es ist kein Zufall, sondern ein Zusammenspiel aus Psychologie und Marktmechanik. Für den Schub am Jahresende werden vor allem folgende Erklärungen genannt:

1. Window Dressing (Das „Aufhübschen“): Fondsmanager wollen zum Jahresende eine gute Bilanz präsentieren. Sie kaufen oft gezielt Aktien, die im Jahresverlauf gut liefen, um diese Positionen in ihren Jahresberichten vorweisen zu können. Das treibt die Kurse dieser Gewinner-Aktien nochmals an.

2. Die Stimmung macht die Kurse: Die festliche Grundstimmung färbt auf die Märkte ab. Weihnachten ist eine Zeit des Optimismus und des Konsums. Diese positive Psychologie sorgt oft für eine höhere Risikobereitschaft bei den Anlegern.

3. Dünner Handel: Viele institutionelle Investoren schließen ihre Bücher schon Mitte Dezember. Die Umsätze gehen zurück (Stichwort: „dünner Markt“). In einem solchen Umfeld können schon kleinere Kaufaufträge von Privatanlegern, die auf das neue Jahr setzen, die Kurse deutlicher bewegen.

4. Neues Geld im Januar: Viele Anleger antizipieren bereits die Geldzuflüsse im Januar (neue Sparpläne, Re-Investitionen von Ausschüttungen) und positionieren sich schon Ende Dezember („Front-Running“).

Der Blick in unsere Datenbank und das Fazit für dein Depot
Doch wie passen diese positiven Statistiken zu dem oben abgebildeten Chart? Hier lohnt ein zweiter Blick auf die Details: Die Grafik zeigt die durchschnittliche Performance des ältesten S&P-500-ETFs in unserer Datenbank, dessen Datenreihe erst im Jahr 2002 beginnt. In diesem kürzeren Betrachtungszeitraum zeigt sich ein völlig anderes Bild, bei dem der Dezember (in Euro gerechnet) als zweitschlechtester Monat abschneidet. Der Grund für diese Diskrepanz liegt in der Statistik. In das verkürzte Zeitfenster der letzten gut 24 Jahre fallen einzelne, extrem schwache Dezember-Monate – wie etwa die massiven Einbrüche Ende 2002 und 2018 – rechnerisch viel stärker ins Gewicht und ziehen den Durchschnitt nach unten. Das ist eine wichtige Lehre für uns Anleger. Saisonale Muster sind zwar starke Indikatoren, aber noch stärker abhängig vom gewählten Zeitfenster und dem jeweiligen Markt.

Die wichtigste Erkenntnis: Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse im Dezember historisch betrachtet erhöht war, rechtfertigt dies kein wildes Hin und Her im Depot. Auch hier gilt der alte Spruch: Time in the market beats timing the market. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, sollte seine Sparpläne einfach weiterlaufen lassen und sich nicht von solchen Statistiken beeinflussen lassen.

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